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Reiseleitung

Ulrich Timm >>>

Ferdinand Graf Luckner >>>

Termin

24. - 28. Mai 2021 (5 Tage)

Reisepreis

EUR 2.885,-  pro Person im DZ ab / bis Sylt. Gerne sind wir Ihnen bei der Anreise behilflich.

Einzelzimmer + EUR 90,-
Mind. 10 – max. 15 Gäste
Anzahlung EUR 290,-  pro Person

Anmeldeschluss

30. November 2020 / danach auf Anfrage

Buchungsanfrage

Einladungen in private Gärten

SYLT Verborgene Paradiese in Nordfriesland  VIDEO >>>

Eine Gartenreise nach Sylt ist etwas Aussergewöhnliches. Der Zauber von Sylt beinhaltet eine vielfältige Landschaft, den weiten Strand und das besondere Klima mit der salzhaltigen Luft an der rauen Seeseite und dem ruhigen Wattenmeer. Es ist ein Paradies für Strandurlauber, Wanderer, sogar für Gourmets und ein Zufluchtsort für Erholungssuchende. Diese Reise bietet einen weiteren Aspekt: Gärten. Die privaten „Grünanlagen“ haben auf dieser charmanten Insel eine ungewöhnlich kraftvolle Ausstrahlung und zeigen ein typisches, unverwechselbares Design. Die Gärten spiegeln das ursprüngliche und heutige Lebensgefühl wider. Bei dieser Gartenreise besuchen wir private Gärten, die sich oftmals hinter dichten Hecken und Friesenmäuerchen verstecken. Es sind Anlagen verschiedenster Prägung, mal in landschaftlichem Stil, mal ganz naturbelassen, mal in modernem Design mit barocker Attitüde und hoher Gartenkultur. Lassen Sie sich überraschen!

Am Nachmittag des 25. Mai unternehmen wir eine gemeinsame Kutterfahrt zu den Seehundbänken.

An den folgenden Tagen besuchen wir einige der schönsten Privatgärten:

Wir starten zum Kennenlernen mit einem Garten in Westerland, der bequem zu Fuß vom Hotel Stadt Hamburg aus zu erreichen ist.

Mut zur radikalen Erneuerung. Ein schwieriges Eckgrundstück mitten in der Stadt. An vielen Tagen fegt hier der salzhaltige Wind unmittelbar von der Nordsee herüber und scheint sich auf seinem Weg ins Land sogar noch aufzuladen. Auf der gegenüberliegenden Seite dominiert ein wuchtiger Wohnungsbau. Was war zu tun? An Stelle von ausgeprägtem Design ist ein Gefühl von Leichtigkeit und Urlaub die bessere Variante.  Sichtschutz aus hochgewachsenen Gehölzen wie Kirschlorbeer und Ölweiden boten den gewünschten Schutz vor Einblick. Und zur Straße hin wurde eine Ziegelmauer hochgezogen. Sie ermöglichte die Anlage einer geräumigen Terrasse, die seitlich von langgezogenen Stufen begrenzt wird. Das Material für Terrasse, Stufen und Wege: Belgischer Blaustein mit der unvergleichlich markanten blaugrauen Optik. So entstand ein intimer Gartenraum, in dem sogar ein Strandkorb für die Urlaubsstimmung Platz gefunden hat. Vielleicht bietet sich hier die Gelegenheit, den Abend mit einem besonderen Aperitif, einem regionalen Gin Tonic, einzuläuten.

Zwei Sterne-Koch und Patron des Söl’ring Hof Restaurants, Johannes King, führt eine kleine Exkursion in die Sylter Salzwiesen am Rantumbecken, die nur innerhalb eines kleinen Zeitfensters zu besichtigen sind. Wir werden nach dem Queller oder Strandwermut Ausschau halten. Im Anschluss geht es in sein ungewöhnliches Keitumer Gartenparadies. Genießen im Kreislauf der Natur, ist Kings Motto. Der Garten hinter dem Genuss-Shop ist ein einzigartiger und ungewöhnlicher Ort und wertvoll für seine regionale Küche. Dort werden Gemüse und Kräuter gesät und gepflanzt. Es werden die frühen Blüten und feinen Spitzen der Wildkräuter und jungen Triebe beispielsweise von Grünkohl und Möhren gepflückt. In jedem Fall werden wir kleine feine Gourmet-Gaumenkitzel à la Johannes King als Mittagslunch im Genuss-Shop, inklusive Wein, Wasser und Kaffee, genießen, bevor wir am Nachmittag zu zwei großartigen Gärten fahren.

Gesamtkunstwerk. Im Ostteil von Sylt, dort wo der Hindenburgdamm die Insel mit dem Festland verknüpft, liegt einer der imponierendsten Gärten. Das Herzstück ist das denkmalgeschützte 200 Jahre alte Haus, dessen Vergangenheit bei seiner Übernahme deutlich sichtbar war. Die Stallgebäude wirkten so, als seien die Rinder gerade erst auf die Wiese getrieben worden. Auch das weite Gelände ringsum erlag seinem Dornröschenschlaf. Dies alles war eine außergewöhnliche Herausforderung. Nach und nach  schuf der kreative Gartenbesitzer großartige Gartenräume, in dem sich ein Baumhaus und ein Gemüsegärtchen verstecken. Entstanden ist ein Gesamtkunstwerk auf hohem Niveau, zu dem hinreißende Ausblicke und Themen gehören. Genießen Sie die Atmosphäre der Terrasse bei einer Tasse Kaffee oder Tee.

Weites Land. Als der ehemalige Bauernhof nicht mehr rentabel war, übernahmen engagierte Menschen das Areal mit den schönen Gebäuden und verwandelten das Agrarland in einen großzügigen Garten. So einfach das Konzept auch ist, es bietet alles, was ein Garten auf Sylt braucht, und dazu Windschutz. Dem wird auf verschiedene Weise Rechnung getragen, durch einen Knickwall mit dichter Bepflanzung, altem Baumbewuchs und Wällen, die mit knorrigen Weiden bestückt sind. Das Weidenthema wiederholt sich auf diesem Gelände sichtbar. Ein alter Obstgarten und eine geräumige Terrasse gleich am Haus gehören auch zu dem Konzept. Dort, wo Weite angesagt ist, gibt es nur ein paar pflanzliche Tupfer, pointiert ausgewählt. Zum Blickfang wird hier der großartige Badeteich in erstaunlicher Größe, der einen Blick aufs Meer keineswegs vermissen lässt. Der Garten ist Teil der Landschaft mit herrlichen Zugaben von Himmelsweite, Wind und Horizont.

Ein Hauch von Strandflair. Auch wenn Nordsee und Wattenmeer nicht in Sichtweite liegen, sollte der Garten doch ein typisches Strandfeeling vermitteln. Vor allem Strandhafer, der mit seinen schmalen, blaugrünen Blättern die vielen Sanddünen überzieht und festigt, gehört dazu. Auch ein Holzsteg, wie er häufig als Zugang zum Strand zu finden ist, würde die gewünschte Leichtigkeit entstehen lassen. Und die großen Kiefern-Solitärs? Sie gehören nicht zu dem alten Baumbestand, sondern sind erst vor kurzem eingepflanzt worden. Nach dem Auslichten der vorhandenen Fichten entstanden große Durchblicke zu den benachbarten Gebäuden. Kurz entschlossen wurden speziell für diese sensiblen Standorte große Kiefern ausgesucht, die so wirken, als seien sie hier heimisch. Kaum zu glauben! Der Garten hat trotz seiner geringen Größe viele schöne Aspekte, sowohl von der Terrasse als auch dem Yoga-Plätzchen, von dem aus die angedeutete Düne mit dem Strandhafer besonders anheimelnd wirkt.

Heiter und praktisch. Hier geht es nicht um Effekthascherei, sondern um einen alltagstauglichen Außenraum. Die Innenarchitektin demonstriert in ihrem Anwesen ihre Professionalität nicht nur in der Gestaltung der Wohnräume, sondern auch in den Bereichen rund ums Friesenhaus. Zwei Terrassen bieten sich je nach Sonnenstand und Windrichtung zum gemütlichen Beisammensein an oder vielleicht auch mal zum beruhigenden Meditieren. Im Frühsommer wartet eine Kletterrose mit ihrer filigranen Pracht auf, später im Jahr steht die  Blüte von Besenheide und Hortensien im Mittelpunkt. Die Einladung zur einer Tasse Kaffee und Tee werden wir gerne annehmen, um die Atmosphäre dieses Kleinods intensiv aufzunehmen.

Lust auf eine Kaffeepause oder Mittags-Imbiss? Dann geht es in einen ehemaligen Flakbunker in Kampen, der zur „Kupferkanne“ umgebaut wurde. Ein ungewöhnlicher Ort und beliebter Treffpunkt ganz besonders für diejenigen, die hausgebackenen Kuchen zu schätzen wissen.

Farborientiert mit dem Meer im Blick. Zum Glanzpunkt des Gartens, der hier sozusagen aus dem Nichts entstanden ist, wurden die schwungvollen Formen, die Höhen und Tiefen, die das Gelände nahe am Wattenmeer so herausragend werden lassen. Sie sind durch ein breites Band von Bergkiefern zu einer Landschaft der ungewöhnlichen Art modelliert worden. Wie ein opulentes Bühnenbild wirkt die Abfolge der  vielen runden Bergkiefer-Formen, die fast ein Spiegelbild der gewachsenen Landschaft im Hintergrund zaubert. Es ist ein wahres gärtnerisches Kunsthandwerk, wie sich der Kiefernwall beim Blick auf den weiten Horizont so malerisch vor das Meer schiebt. Und was passt zu den schönen Grüntönen? „Ich finde, dass Lavendel hervorragend passt, auch weil er die Farben der Besenheide in idealer Weise aufnimmt. So hat sich diese Komposition ergeben.“

Flair eines Stadtgartens mit dem Blick nach innen. Der Garten besticht durch seine Fülle an blühenden und immergrünen Pflanzen und den wohltuenden Formen. Trotz seiner etwas schwierigen Lage neben der Lieferzone eines Gewerbegebäudes strahlt er Ruhe und Geborgenheit aus. Sichtschutz ist hier ein großes Thema, das mit Hilfe hochstämmiger Zierapfel-Bäume und dicht bepflanzten doppelseitigen Steinmäuerchen professionell gelöst wurde. Eine lange Blickachse führt von der Eingangstür über die Terrasse hinweg zu dem Stamm eines ausgewählten Zierapfelbaums. Dazu trägt das schöne Material der alten großformatigen Granitplatten bei, der für die Wege und die einladende Terrasse verwendet wurden. 

Früher war mehr Garten. Die ehrenamtliche Landesbeauftragte für Baudenkmalpflege lädt uns in ihr altes Friesenhaus ein im Ostteil von Sylt, in dem schönen Dorf Keitum. Sie erzählt bei einer Tasse Friesentee von der spannenden Geschichte ihrer Insel und wie sich Häuser und Grundstücke mit den Gärten im Laufe der Zeit entwickelt haben. Ein kleiner Rundgang durchs Dorf schließt sich an. Den Abschluss bildet der Besuch des Geländes der Kirche St. Severin aus dem 13.Jahrhundert mit dem würdevollen Friedhof.

Auf der Fahrt in den Norden von Sylt, nach List, machen wir einen Stop in einem führenden Austern-Restaurant, um die Sylter Spezialität frisch zu genießen.

Lage, Lage, Lage. Im Norden der Insel, dort wo der Seewind den Sand zu wuchtigen Dünen aufgetürmt hat, verfügen die Gärten über eine völlig andere Ausstrahlung als in denjenigen Landschaften, die dem rauen Klima weniger stark ausgesetzt sind. Der hohe Salzgehalt und das stetige „büschen Wind“, wie die Insulaner sagen, lassen nur eine niedrige Vegetation zu. Deshalb steht in dieser  privilegierten Lage die Naturverbundenheit in besonderem Maße im Blick. Der Garten selbst wird hier zur natürlichen Landschaft, sodass auf das gewohnte Bild von Gartendesign durchaus verzichtet werden kann. Die Grenzen sind fließend, kein Zaun stört den Blick auf die Weite des Horizonts. Und der ist im wahrsten Sinne atemberaubend.

Dünenfriedhof

Optional: Einen Umweg wert. Eingebettet in die Lister Dünenlandschaft bietet dieser versteckt liegende Friedhof eine ungeahnte ruhevolle Atmosphäre. Seit mehr als 100 Jahren existiert hier dieser Ort der Stille, diese parkartige Sehenswürdigkeit.

Unterwegs werden wir den Wanderschäfer mit seiner Herde Fjordland-Schafe ein kurzes Stück begleiten und erfahren von ihm Wissenswertes, wie mit Hilfe der wolligen Paarhufer der natürliche Bestand der großartigen Heide-Flächen erhalten bleibt. Wir werden kurz anhalten, um den Gärtnern bei der Arbeit zuzuschauen, wie beispielsweise eine typische Findlingsmauer entsteht oder wie Großbäume gepflanzt werden.

Wattführung durch UNESCO Weltkulturerbe-List

Wattführungen gehören zur Nordseeküste wie Ebbe zu Flut! Während einer Wattführung erfahren Sie, wie Ebbe und Flut entstehen, wo der Wattwurm lebt und ob die Algen wirklich Salattauglich sind. Die Naturführer zeigen Ihnen die faszinierende Welt der trockenfallenden Wattflächen: Muscheln, Krabben und viele mehr, werden gemeinsam unter die Lupe genommen. Gummistiefel können geliehen werden.

 

Optional:

Dinner im 2-Sterne-Söl’ring Hof-Gourmetrestaurant von Herrn King und Herrn Berner

Mahlzeiten werden gemeinsam an ausgesuchten und in den Tagesablauf integrierten Orten eingenommen. Es gibt genüssliche Erfahrungen der gastronomischen Vielfalt Sylts, siehe Reisebeschreibung. Diese sind, mit Ausnahme des Mittags-Lunchs im Genuss-Shop in Keitum, nicht im Reisepreis enthalten.

ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN

Aufgrund des Vorlaufes können sich bei den Öffnungszeiten Änderungen ergeben, welche nicht in unserem Verantwortungsbereich liegen. Dies betrifft auch die Gärten. Selbstverständlich werden wir im Fall, dass ein Garten nicht besucht werden kann, für einen gleichwertigen Ersatz sorgen.